Betriebsmanagement und Markt

Erfolgreiche Betriebsführung im Obstbau

Eine erfolgreiche Betriebsführung im modernen Obstbaubetrieb hat mehrere Anforderungen zu erfüllen:

  • Dokumentierte Produktion von Früchten
  • Möglichst hohe Erträge
  • Sehr gute Qualitäten zu geringen Kosten produzieren
  • Weitgehende Vermeidung von Umweltbelastungen
  • Einhaltung gesetzlicher Normen und sozialer Kriterien
  • Bewältigung der administrativen Aufgaben

Weitere Managementaufgaben sind:

  • optimaler Absatz
  • motivierte Personalführung
  • kluges Handeln an den Märkten
  • Beherrschen der Finanzströme
  • externe Risiken Risiken und vieles mehr

Die Handlungsfelder lassen sich wie folgt festlegen:

  1. Strategisches Management = Macht das Unternehmen die richtigen Dinge?
  2. Operationelles Management = Macht das Unternehmen die Dinge richtig?

Der Arbeitsbereich Betriebsmanagement am KOB bietet der Obstbaupraxis Unterstützung und Begleitung in verschiedener Weise an.

Markt

Kernobstnotierung

Das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee führt in regelmäßigen Abständen die Kernobstnotierung Bodensee durch. Nähere Informationen finden Sie hier>>>

Prognosfruit

Die Preisbildung auf den Kernobstmärkten folgt den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Dies betrifft zum einen die kurzfristigen Tages- oder Wochenpreise, zum anderen aber auch die saisonale Grundtendenz entsprechend der jährlich schwankenden Erntemengen. Kenntnisse zur anstehenden Ernte sind daher essentiell für die Aufstellung der Marktteilnehmer, insbesondere zum Auftakt in die startende Saison. Besondere Bedeutung hat dies für die Erzeugerseite, da diese zumeist weniger über die Situation informiert ist als die professionellen Einkäufer der Nachfrageseite. Diese Markttransparenz nutzt daher dem schwächeren Marktteilnehmer.

Neben seiner Bavendorfer Obstnotierung zur wöchentlichen Markt- und Preisinformation wurde von Prof. Dr. Winter in den 70er Jahren eine Methode zur Schätzung der Kernobsternte für die Erzeugergebiete in der EU erarbeitet. Diese Ernteschätzung orientiert sich am Apfelbehang von repräsentativen Anlagen und wird mittels statistischer Verrechnungsmodelle auf die Gesamternte eines Landes bzw. diese addiert auf die EU Ernte hochgerechnet. Es ist erstaunlich, dass dies in hoher Genauigkeit bereits zu einem frühen Zeitpunkt Ende Juli möglich ist, wenn etliche Sorten bis zur tatsächlichen Ernte noch länger am Baum hängen. Die Ernte aus 2015 wurde rückblickend nur um 2% unterschätzt.
Entscheidend für den Erfolg ist die möglichst exakte Ermittlung der Ernte.

Unwissende Marktteilnehmer reagieren falsch: Entweder zu zurückhaltend im Verkauf, dann bleibt zunächst Ware liegen oder zu hektisch, dann ist die Lieferfähigkeit nicht gegeben und es wird zu billig verschenkt. Maximaler Umsatz und maximaler volkswirtschaftlicher Nutzen wird erzielt, wenn größtmögliche Transparenz gegeben ist.

Seit dem Start 1976 in Bavendorf trifft sich die europäische Obstwirtschaft nun regelmäßig Anfang August in wechselnden Regionen Europas zur Prognosfruit. In Hamburg waren 300 Teilnehmer, teilweise auch aus den USA und Brasilien, gemeldet. Neben einem kritischen Rückblick auf die vergangene Vermarktungssaison und der Präsentation der voraussichtlichen Erntezahlen gibt es Informationen zu aktuellen Trends in der Obstwirtschaft sowie Fachexkursionen. Weiter ist der informelle Austausch zu möglichen Strategien, aber vor allem auch der persönliche Kontakt unter den Entscheidungsträgern wertvoller Bestandteil der 1976 bescheiden gestarteten Konferenz.

Um mehr Informationen über Prognosfruit zu bekommen, klicken Sie bitte auf untenstehenden Link:

http://prognosfruit.eu/en/welcome-to-prognosfruit/

Ansprechpartner

Andrea Gmeinder
Dipl.- Ing. sc. agr.
Te.: +49 751 - 7903 -312
Email: andrea.gmeinder@kob-bavendorf.de