Unseldapfel

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Reifetyp:
spät
Verwendung:
  • Küche
  • Most/Saft
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Ulmer Renette
Herkunft:
Vor 1920 von Baumwart Jakob Unseld aus Ulm/Baden-Württemberg gefunden und bis in die 1960er-Jahre in Süddeutschland vermehrt.
Allgemeine Beurteilung:
Diese stark wachsende und frostharte Sorte ist bestens als Stammbildner geeignet. Obwohl die jungen Triebe krebsanfällig sind, bleiben Stamm und stärkere Äste gesund.
Frucht:
Mittelgroß. Kegelförmig abgestumpft. Oberfläche meist eben, manchmal warzig mit kaum wahrnehmbaren schwachen, breiten Kanten. Grundfarbe grünlichgelb, sonnenseits blassrot verwaschen und bläulich weiß bereift; viele, fühlbar erhabene Lentizellen. Stielgrube mittelweit, mitteltief und oft über den Rand reichend braungrün berostet. Stiel kurz, mitteldick. Kelchgrube sehr flach, weit, schüsselförmig, mit schwachen, häufig auch ausgeprägten Rippen. Kelch groß, ganz geöffnet; Blätter schmal zugespitzt, Spitzen zurückgeschlagen. Kernhaus mittelgroß; Achse mittellang und geschlossen; Wände halbmondförmig. Kerne gut ausgebildet, lang, kurz zugespitzt. Fruchtfleisch zunächst sehr hart und häufig glasig, ab Januar/Februar genießbar, schwach säuerlich, höchstens leicht gewürzt und trocken.
Baum:
Wuchs außergewöhnlich stark mit vielen vorzeitigen Trieben und reicher Seitentriebbildung. Jungbäume zeigen stabiles Gerüst mit vollkommen geraden Leitästen und kräftigem Dickenwachstum. Blätter auffallend stark gezähnt. Blüte mittelfrüh, frosthart. Ertrag entsprechend hoch. Bäume sehr widerstandsfähig, nur im Feinastbereich krebsanfällig.
Besondere Merkmale:
Schwere harte, teils warzige Frucht, mit weißlich bereifter, blassroter Deckfarbe. Kugelige, beulige, berostete Stielgrube. Flache Kelchgrube, mit weit geöffnetem Kelc