Roter Ziegler

Header Grafik:
Reifetyp:
mittel
Verwendung:
  • Most/Saft
Klimaanspruch:
mittel
Synonyme:
Zieglerapfel
Herkunft:
Von Pfarrer Ziegler in Riedhausen bei Saulgau/ Baden-Württemberg verbreitet. 1932 als Stammbildner erwähnt.
Allgemeine Beurteilung:
Die Sorte ‘Roter Ziegler’ war in der ersten Hälfte des 20.Jh. als starkwachsender Stammbildner in Baden-Württemberg weit verbreitet. Die hohe Anfälligkeit für Krebsbefall hat jedoch dazu geführt, dass die Sorte seit 50 Jahren kaum noch vermehrt wird.
Frucht:
Mittelgroß. Form unregelmäßig, meist kugelförmig wenig abgeflacht, teils auch hochgebaut. Grundfarbe grünlichgelb, vollreif dunkelgelb, Deckfarbe kräftig rot, abgesetzt gestreift bis geflammt; die Flammung reicht häufig bis in die Stielgrube. Bei entsprechendem Wachstumsverlauf sind die Früchte auch vollflächig dunkelrot ohne jegliche Streifen gefärbt. Stielgrube mitteltief, mittelweit und innen fein berostet. Stiel mittellang. Kelchgrube flach bis mitteltief mit kleinen Falten und schwachen Rippen. Kelch überwiegend geschlossen, selten halboffen und leicht flaumig befilzt. Kernhaus groß mit breiten, halbmondförmigen Wänden. Kerne groß, lang zugespitzt, rehbraun. Fruchtfleisch weiß, mürbe und mit kräftiger, unangenehmer Säure.
Baum:
Durch den starken Wuchs bilden sich große, hochkugelige, teils hochpyramidale, auch hängende Kronen. Jungbäume bilden gerade, kräftige Stämme und Triebe. Die Sorte ist schorfanfällig und auf schweren, kalten Böden krebsgefährdet. Der Krebsbefall tritt überwiegend am Astwerk und den Veredlungsstellen auf.
Besondere Merkmale:
Unangenehm sauer schmeckendes Fruchtfleisch. Viele Krebsbeulen an den Ästen. Typische langschuppige Rinde.