Roter Stettiner

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Reifetyp:
spät
Verwendung:
  • Most/Saft
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Stettiner, Roter Bietigheimer, Rotapfel, Roter Winterstettiner
Herkunft:
Sehr alte Sorte. Nach Gußmann (1896) als ‘Türkischer Weinling’ von Kreuzfahrern in der Hohenstaufenzeit nach Deutschland gebracht. Ende des 18. Jh. der bekannteste Apfel in Deutschland.
Allgemeine Beurteilung:
Der zu der historischen Familie der Plattäpfel gezählte ‘Roter Winterstettiner’ war früher wegen seiner ungewöhnlich langen Lagerfähigkeit sehr verbreitet. Es wurde immer wieder auf seine vielseitige Qualität als Wirtschaftsfrucht hingewiesen (Dörrfrucht, Apfelwein) und als solche auch empfohlen. Dies macht die Sor¬te weiterhin für den Selbstversorgeranbau auf Hochstamm interessant, wobei tiefgründige Böden bevorzugt werden sollten.
Frucht:
Mittelgroß. Form etwas unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig; kugelförmig wenig, auch stärker abgeflacht. Grundfarbe gelblichgrün, Deckfarbe tief trübrot, bedeckt fast die ganze Frucht. Schale etwas fettig, matt glänzend; Lentizellen klein, auf der Deckfarbe hell, in der Grundfarbe rötlich umhöft. Stielgrube mitteltief, mittelweit, meist grün bleibend, wenig berostet. Stiel kurz. Kelchgrube flach bis mitteltief, mittelweit. Kelch mittelgroß, geschlossen. Kernhaus klein, Wände glatt, bogenförmig. Kerne oft taub, rundlich-eiförmig, kastanienbraun. Fleisch grünlichweiß, mäßig saftig, fest, wenig aromatisch, säuerlich-süß.
Baum:
Mittelstarker Wuchs mit breitpyramidaler Krone. Holz und Blüte unempfindlich. Ertrag setzt spät ein, dann meist jährlich. Der Baum ist robust, langlebig, stellt geringe Ansprüche an den Standort und bevorzugt gut versorgte Böden.
Besondere Merkmale:
Intensiv rot gefärbte, lange haltbare Frucht. Stielgrube mit bläulichroten Flecken und kurzem Stiel.