Roter Bellefleur

Header Grafik:
Reifetyp:
früh
Verwendung:
  • Most/Saft
  • Tafelobst
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Siebenschläfer, Holländischer Bellefleur
Herkunft:
Sehr alte Sorte, bereits 1760 beschrieben, ziemlich sicher aus Holland stammend. Lt. Koloc identisch mit dem dortigen ‘Brabanter Bellefleur’.
Allgemeine Beurteilung:
Die sehr alte Wintersorte hat sich wegen ihrer Robustheit und Haltbarkeit über die Jahrhunderte in vielen Gebieten als Tafel- und Wirtschaftsapfel gehalten. Der relativ genügsame Baum hat eine hohe Vitalität. Die äußerlich sehr ansprechende und schmackhafte Frucht mit guten Verwertungseigenschaften macht die Sorte auch heute noch interessant.
Frucht:
Mittelgroß. Kugelförmig abgeflacht, zur Kelchfläche etwas verjüngt. Oberfläche uneben, mit schwachen breiten Kanten. Grundfarbe grüngelb bis gelb, Deckfarbe hell- bis dunkelkarminrot, schwach gestreift, marmoriert. Schale glatt, glänzend. Stielgrube mitteltief bis tief, berostet. Stiel kurz, dick, fleischig und knopfig. Kelchgrube mitteltief bis tief, mit deutlichen Rippen. Kelch mittelgroß, geöffnet, mit breiten grünen Blättern. Fleisch gelblich weiß, fest, saftig und vorwiegend süß.
Baum:
Wuchs anfangs schwach, später stark. Für Hochstämme sollten Stammbildner verwendet werden. Sehr späte Blüte, deshalb auch der Name Siebenschläfer (27.Juni). Guter Pollenspender für spätblühende Sorten. Sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Geringe Standortansprüche. Für raue und Mittelgebirgslagen geeignet.
Besondere Merkmale:
Gerippte Kelchgrube. Stielgrube im engen Teil berostet. Kleine rundliche Kerne.