Roter Astrachan

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Reifetyp:
früh
Verwendung:
  • Tafelobst
Klimaanspruch:
mittel
Synonyme:
Roter Augustapfel, Roter Jakobiapfel
Herkunft:
In Russland / Wolgagebiet zufällig entstanden. 1780 erstmals beschrieben, 1816 in England und ab 1840 auch in Deutschland verbreitet.
Allgemeine Beurteilung:
Ertrag und Geschmack sind durchschnittlich und die Fruchtreife folgernd, jedoch wegen der schön rot gefärbten Früchte für Liebhaber alter Sorten interessant.
Frucht:
Klein bis mittelgroß. Form etwas unregelmäßig; kugelförmig wenig abgeflacht, zur kleinen Kelchfläche schwach verjüngt. Oberfläche leicht uneben mit breiten schwachen Kanten. Grundfarbe hellgelb, später gelblichweiß, Deckfarbe verwaschen hell- bis dunkelrot. Schale glatt, fein, bläulich bereift mit vielen kleinen, teils rot umhöften Lentizellen. Stielgrube flach bis mitteltief, weit, oft strahlig berostet. Stiel mittellang, mitteldick, leicht befilzt. Kelchgrube flach, eng und häufig leicht höckerig. Kelch geschlossen bis halboffen; Kelchblätter lang, grünlich mit zurückgeschlagener Spitze. Kernhaus klein bis mittelgroß, mittig; Achse wenig geöffnet. Kerne mittelgroß, eiförmig, kurz zugespitzt, kastanienbraun. Fruchtfleisch gelblichweiß, unter der Schale häufig rot geädert, saftig und nur bei richtigem Pflückzeitpunkt wohlschmeckend, vorher fade, nachher mehlig und vor allem säuerlich.
Baum:
Wuchs anfangs mittelstark bis stark, später nachlassend. Kronen hochkugelig und mittelgroß. Blüte früh bis mittelfrüh. Ertrag mittelfrüh einsetzend und mittelhoch, jedoch sehr standortabhängig. Anfällig für Krebs, Schorf, Spitzendürre und Apfelwickler.
Besondere Merkmale:
Spezifisch leichte, druckempfindliche, bläulich bereifte Frucht. Frühe Reife und kurze Haltbarkeit. Fruchtfleisch in Schalennähe rot geädert.