Rosenapfel vom Schönbuch

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Reifetyp:
spät
Verwendung:
  • Most/Saft
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Kernrosenapfel, Wilder Rosenapfel, Macks Sämling
Herkunft:
Vermutlich im Schönbuch bei Schönaich (Nähe Tübingen/B.-W.) gefunden. 1924 erstmals beschrieben. Von Lehrer Mack verbreitet, heute noch vereinzelt in Baden-Württemberg zu finden.
Allgemeine Beurteilung:
Die lange haltbare nur der Farbe wegen als ‘Rosenapfel’ bezeichnete Sorte ist sehr starkwüchsig und daher an sich gut für den Streuobstanbau geeignet, allerdings verhindert die Schorfanfälligkeit eine vorbehaltlose Empfehlung.
Frucht:
Mittelgroß. Kugelförmig gleichmäßig abgeflacht. Oberfläche uneben, mit schwachen breiten Kanten. Grundfarbe hellgelb; Deckfarbe dunkel- bis rosarot, verwaschen, wenig geflammt. Helle Lentizellen die sehr typisch im meist hellen Kelchbereich rot umhöft sind. Stielgrube mitteltief, eng, berostet, teils durch schwache Kanten eingeengt. Stiel kurz, knopfig. Kelchgrube mitteltief, mittelweit, mit feinen Falten, schwachen Rippen und Fleischperlen. Kelch klein, geschlossen, Kernhaus groß. Kerne kastanienbraun und lang zugespitzt. Gefäßbündellinie breit zwiebelförmig. Fruchtfleisch weißlich und vereinzelt mit roten Adern durchzogen, fest, mäßig saftig und weinsäuerlich.
Baum:
Starkwachsend mit kräftigen Jungruten, die sich nur im Spitzenbereich verzweigen. Die mittelgroßen Bäume bilden eine breitkugelige Krone und zeigen im Alter ein verworren wachsendes Geäst. Die Blüte erscheint spät, der Ertrag setzt spät ein und ist hoch, aber alternierend.
Besondere Merkmale:
Kelchgrube faltig mit typischen Fleischperlen. Rot umhöfte Lentizellen. Manchmal lange schmale bis breite Kelchröhre, die bis zum Kernhaus reichen kann.