Rheinischer Bohnapfel

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Reifetyp:
früh
Verwendung:
  • Most/Saft
  • Wirtschaftsobst
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Bohnapfel, Großer Rheinischer Bohnapfel
Herkunft:
Zwischen 1750 und 1800 im Neuwieder Becken am Niederrhein entdeckt. Bekannt ist auch ‘Roter Bohnapfel’.
Allgemeine Beurteilung:
Bei guter Ausreife gehört der ‘Rheinische Bohnapfel’ als Aromaträger zu den besten Apfelsorten für die Verwertung. In ausgesprochenen Hochlagen reift er jedoch nicht genügend aus.
Frucht:
Mittelgroß. Form meist regelmäßig; oft fassförmig, teils auch kugelförmig etwas hochgebaut, manch¬mal breit-eiförmig. Oberfläche eben. Grundfarbe gelbgrün, Deckfarbe braunrot marmoriert bis kurzgeflammt mit bläulichem Unterton. Stielgrube flach und eng, oft strahlig hellbraun berostet. Stiel kurz bis mittellang, dick und meistens knopfig. Kelchgrube sehr flach bis flach, mittelweit, oft berostet. Kelch mittelgroß und viertel bis halb geöffnet; Blätter kurz, am Grunde getrennt. Kelchröhre schmal, manchmal bis zum Kernhaus reichend. Kernhaus mittelgroß, mittig bis kelchnahe; Achse lang und wenig geöffnet. Kerne oft taub, mittelgroß, lang zugespitzt, braun. Gefäßbündellinie mittelgroß, stark ausgeprägt, flachrund, zum Kelch typisch zugespitzt. Fruchtfleisch gelblichweiß, grob, sehr fest, später saftig säuerlich und nur schwach gewürzt.
Baum:
Wuchs anfangs mittelstark, später stark. Die Bäume können sehr alt werden und bilden eine großvolumige, kugelige auch pyramidale Krone mit vielen mittellangen Trieben und kurzen Seitenverzweigungen. Blüte mittelfrüh, lang anhaltend; Sorte triploid. Ertrag spät einsetzend, mittel bis hoch und stark alternierend. Bäume etwas schorfanfällig, ansonsten recht robust und widerstandsfähig.
Besondere Merkmale:
Fassförmige Frucht mit knopfigem Stiel; häufig sehr schmale, kurze bis mittellange Kelchröhre.