Muskatrenette

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Reifetyp:
mittel
Verwendung:
  • Tafelobst
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Herkunft:
Schon 1608 erwähnt, und vermutlich um 1670 von Karthäusern aus der Normandie nach England gebracht. Möglicherweise Großmutter von ‘Cox' Orange’
Allgemeine Beurteilung:
Sehr alte Sorte mit edlem, muskatartigem Geschmack. Hierfür müssen die Früchte ihre sortentypische Größe erreichen, was durch Ausdünnen der auffällig vielen schlecht entwickelten Früchte gefördert wird. Auch für Gärten in raueren Lagen geignet, doch sollten wegen der Anfälligkeit für Obstbaumkrebs schwere Böden gemieden werden.
Frucht:
Mittelgroß. Kugelförmig wenig abgeflacht; Oberfläche meist eben, teils mit schwachen breiten Kanten. Grundfarbe goldgelb, sonnenseits kräftig braunrot marmoriert. Schale glatt, trocken, später geschmeidig, mit teils flächiger und netzartiger Berostung, vom Kelch bis zur Fruchtmitte. Stielgrube mitteltief, eng, manchmal auch einseitig verengt, teils schuppig über den Rand hinauslaufend berostet. Stiel mittellang. Kelchgrube flach, teils mit feinen Falten, teils ausgeprägten Rippen. Kelch klein, geschlossen; Blätter mittellang, aufrecht. Kelchhöhle flach, schmal, kegelförmig, in Kelchröhre übergehend. Kernhaus klein; Achse geschlossen; Wände ohrenförmig, glatt, mit feinen, teils schwach ausgeblühten Rissen. Kerne mittelgroß, kastanienbraun. Fleisch gelblichweiß, feinzellig, weinsäuerlich, muskatartig.
Baum:
Wächst schwach; bildet hochkugelige Kronen, feinverzweigt, mit lanzettlichen, etwas zusammengeklappten Blättern; Blüte unempfindlich; guter Träger; krebs- und mehltauanfällig; verlangt mäßig fruchtbare, durchlässige Böden.
Besondere Merkmale:
Kugelförmige Frucht mit flachem Kelch, und typisch über die ganze Frucht bis in die Stielgrube sich fortsetzenden abgesetzten Streifen.