Jakob Lebel

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Reifetyp:
mittel
Verwendung:
  • Küche
  • Most/Saft
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Herkunft:
Um 1825 von Jaques Lebel in Amiens/Nordfrankreich gezogen und von der Baumschule Leroy 1849 in den Handel gebracht.
Allgemeine Beurteilung:
Eine für den Streuobstanbau und rauere Lagen empfehlenswerte Obstsorte, deren Früchte gute Verwertungseigenschaften haben. Aufgrund des ungleichmäßigen Wuchses der Jungbäume empfiehlt sich eine Veredlung auf Stammbildner.
Frucht:
Mittelgroß bis groß (170 – 195 g). Form etwas unregelmäßig; kugelförmig abgeflacht (auch stark abgeflacht). Oberfläche eben, mit schwachen breiten Kanten. Grundfarbe zunächst gelbgrün, später gelb bis hellorange, sonnenseits rot gestreift bis geflammt. Schale fettig. Stielgrube flach, weit mit teils breiten Kanten und strahliger Berostung. Stiel kurz bis sehr kurz, fleischig dick und häufig knopfig. Kelchgrube flach, weit und leicht höckrig. Kelch meist ganz geöffnet, selten geschlossen. Kelchblätter am Grund getrennt, grün und wollig. Kernhaus klein, mittig; Wände ohrenförmig glatt. Kerne oft taub, lang zugespitzt, hellbraun. Fruchtfleisch gelblichweiß mit leichtem grünen Anflug, feinkörnig, sehr saftig, jedoch später mürbe und leicht säuerlich. Sorte war früher bei Bäckereien sehr beliebt.
Baum:
Die starkwachsende, triploide Sorte bildet eine breit ausladende, schirmartige Krone mit im Alter nahezu waagrechten Leitästen. Jungbäume bilden häufig keine geraden Stämme. Die Blüte erscheint mittelfrüh und ist langanhaltend. Ertrag mittelfrüh einsetzend, hoch, aber alternierend. Etwas anfällig gegen Holzfrost und Schorf.
Besondere Merkmale:
Flache, breit gedrückt wirkende Frucht; grob, teils schuppig berostete Stielgrube mit meist sehr kurzem, häufig knopfigem Stiel. Lange Kerne.