Jakob Fischer

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Reifetyp:
früh
Verwendung:
  • Küche
  • Most/Saft
  • Tafelobst
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Schöner vom Oberland
Herkunft:
Zufallssämling, um 1903 von Landwirt Jakob Fischer in Rottum, Kreis Biberach/Baden-Württemberg gefunden, heute in ganz Deutschland vorkommend.
Allgemeine Beurteilung:
Der Baum zeigt einen kräftigen Wuchs und hohe Widerstandskraft gegen Frost. Die Sorte ist trotz ihrer Schorfanfälligkeit, für den Streuobstanbau und als Stammbildner, gerade in höheren Lagen sehr empfehlenswert. Die Frucht ist äußerlich sehr ansprechend, allerdings wenig haltbar.
Frucht:
Groß bis sehr groß. Form sehr unregelmäßig, auch ungleichhälftig; kugelförmig abgeflacht. Oberfläche uneben und oft grobkantig. Grundfarbe hellgelb, sonnenseits leuchtend rot verwaschen und blauviolett bereift. Stielgrube mitteltief, eng, teils mit breiten Kanten. Stiel sehr kurz und dick, dadurch gegenseitiges Abdrücken der Früchte und vorzeitiger Fruchtfall. Kelchgrube tief und eng mit breiten Kanten und deutlichen Höckern. Kelch geschlossen und mittelgroß. Kernhaus mittelgroß, Achse teils geöffnet, Fächer eng und mit wenigen oft tauben Kernen versehen. Gefäßbündellinie mittelgroß, flachrund. Fruchtfleisch grünlich weiß bis weiß, rasch braun werdend, saftig und aromatisch feinsäuerlich.
Baum:
Stark bis sehr starkwachsend, in Kronenmitte und an den Scheitelpunkten der Leitäste aufrechtwachsend, im äußeren Bereich hängend. Die breitpyramidalen Kronen bilden peitschenartige Langtriebe, die durch den starken Behang und die großen Blätter überkippen. Blüte triploid und früh erscheinend mit großen Blütenblättern. Ertrag früh einsetzend, regelmäßig und hoch. Bäume schorfanfällig und auf schweren Böden krebsanfällig.
Besondere Merkmale:
Meist grobkantige große Frucht, blauviolett bereift. Kelchgrube faltig mit typischen Fleischperlen.
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