Brettacher

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Reifetyp:
spät
Verwendung:
  • Küche
  • Most/Saft
  • Tafelobst
Klimaanspruch:
gering
Synonyme:
Herkunft:
1908 bei Landwirt Kuttruff in Brettach bei Heilbronn/B.-W. entdeckt, in Deutschland weit verbreitet.
Allgemeine Beurteilung:
Außerordentlich gesunde und wüchsige Bäume, daher für den Streuobstanbau bestens geeignet. Benötigt für gutes Gedeihen warme Böden und lange Vegetationsperioden. Früchte zeigen äußerst lange Haltbarkeit und hohe Saftausbeute, in höheren Lagen aber häufig grasigen Geschmack.
Frucht:
Groß, auch sehr groß. Form insgesamt etwas unregelmäßig; kugelförmig abgeflacht, meist auch etwas breitgedrückt. Oberfläche eben, oft mit unregelmäßigen, schwachen breiten Kanten. Grundfarbe anfangs grün, später hellgelb mit leuchtendroter Backe, teils geflammt und gestreift. Schale glatt, mitteldick, wachsig, auf dem Lager fettig. Stielgrube mitteltief, mittelweit. Stiel kurz, mitteldick. Kelchgrube mitteltief bis tief, mittelweit, mit breiten Kanten. Kelch mittelgroß, viertel- bis halb geöffnet. Kernhaus klein, mittig; Kernfächer zur Achse geschlossen, oder nur wenig geöffnet; Wände halbmondförmig, teils mit feinen Rissen. Wenig Kerne, lang, mittelbreit, zugespitzt. Fruchtfleisch weiß, sehr saftig, bei Vollreife leicht gewürzt mit erfrischender Säure. Aroma erinnert deutlich an ‘Champagner Renette’.
Baum:
Anfangs mittelstark, später starkwachsend, Äste wenig verzweigt mit vielen seitlichen Kurztrieben. Bäume mittelgroß, breitkugelig ohne dominierende Mittelachse. Sorte triploid, spätblühend. Ertrag mittelfrüh einsetzend, regelmäßig und hoch. Bäume sind sehr robust und widerstandsfähig, nur auf kalten und nassen Böden etwas krebsanfällig.
Besondere Merkmale:
Glatte, gesunde oft leuchtend rote Frucht. Kernhaus unten mit Gefäßbündellinie und Stielansatz bündig.