OptiSpray

Fachbereich: Pflanzengesundheit und Pflanzenschutz

Projekttitel

Geräteklassifizierung zur Pflanzenschutzmitteleinsparung auf Basis von Anlagerungs- und Wirksamkeitsversuchen im Obst- und Weinbau

Projektlaufzeit

Oktober 2021 - September 2024

Ausgangslage

Mit dem am 11. Dezember 2019 vorgestellten europäischen Grünen Deal verfolgt die EU-Kommission eine auf mehreren Elementen basierende Strategie zur Umgestaltung der EU-Wirtschaft und EU-Gesellschaft hin zu einer nachhaltigeren Entwicklung sowie zu der Erreichung der gesteckten Umweltziele in Hinblick auf Klimawandel und Biodiversität. In diesem Zusammenhang ist eine Reduktion des chemischen Pflanzenschutzmitteleinsatzes um 50 % geplant. Langfristiges Ziel ist dabei, das in intensiv geführten Kulturen wie dem Obst- und Weinbau gewohnte hohe Ertragsniveau sowie die Qualität der Ernteerzeugnisse sicher zu stellen. Die Wirksamkeit der Schadorganismenkontrolle muss erhalten bleiben.

Beim Verbundprojekt OptiSpray handelt es sich um ein Vorhaben der experimentellen Entwicklung bei dem der Fokus zur Einsparung von Pflanzenschutzmitteln im Obst- und Weinbau in der Rolle der Applikationstechnik liegt. Genauer – im Einsparungspotential einzelner Sprühgeräte und -einstellungen durch eine verbesserte Anlagerung der Pflanzenschutzmittel an der Zielfläche. Um Obst- und Weinbauern zukünftig eine Empfehlung für ein Sprühgerät geben zu können, mit dem zusätzlich zur Abdriftminderung auch Pflanzenschutzmittel eingespart werden können, sollen im Rahmen des Projekts umfangreiche Anlagerungs- und Wirksamkeitsversuche durchgeführt werden. Dabei soll der Zusammenhang zwischen ausgebrachter Stoffmenge, angelagerter Spritzbrühe und der biologischen Wirkung untersucht werden.

Projektziel

Ziel des Projekts ist es, eine Geräteklassifizierung zu etablieren, aus der sich reduzierte Aufwandmengen zur Einsparung von Pflanzenschutzmitteln ableiten lassen. Mit der angestrebten Klassifizierung sollen auch Geräte ohne besondere technische Einrichtungen, wie Sensoren oder Recyclingeinrichtungen zum Auffangen nicht angelagerter Spritzbrühe, hinsichtlich ihres Pflanzenschutzmittel-Einsparungspotentials kategorisiert werden können. Diese Klassifizierung soll auch im Rahmen der Risikobewertung bei der Pflanzenschutzmittelzulassung berücksichtigt werden.

Umsetzung

Hierzu werden Anlagerungsmessungen an der künstlichen Laubwand sowie in natürlichen Wein- und Obstanlagen mit verschiedenen Sprühgeräten durchgeführt. Darauf aufbauend wird eine standardisierte Methode zur Messung der Anlagerungseffizienz bei Sprühgeräten im Obst- und Weinbau entwickelt. Eine wichtige Ergänzung dazu stellen dabei die Untersuchungen der biologischen Wirksamkeit bei einer Reduktion der Aufwandmenge dar. Daran anknüpfend wird eine Klassifizierung für pflanzenschutzmitteleinsparende Geräte (-einstellungen) und eine zukünftige Berücksichtigung bei der Pflanzenschutzmittelzulassung angestrebt.

Projektpartner und Förderung

Ansprechpartner

Carina Lau: carina.lau@kob-bavendorf.de +49 (0)751 7903 327