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BLE-Projekt: Einsatz von Sensoren für eine nachhaltige Produktion und Lagerung bei Apfel (Apfel4.NULL)

Gegenstand des Verbundvorhabens mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft ist die Entwicklung eines teilautomatisierten Entscheidungshilfe- bzw. Steuerungssystems durch die Verknüpfung unterschiedlicher Sensorsysteme in der Apfelproduktionskette. Regelungsmechanismen und Modellierungen Bezug nehmend auf Wasser- und Fruchtstress sowie Baumwuchs werden entwickelt und die Bewirtschaftung der Obstanlage entsprechend angepasst. Im nächsten Schritt der Wertschöpfungskette wird die Information aus der Obstanlage auf die Regelung im Lager angewendet.

In den „Apfel4.NULL“ Obstanlagen des Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee werden vorrangig LiDAR (light detection and ranging), optische VIS/NIR Sensoren, Xylemsaftfluss, GIS (Geoinformationssystem) und Wetter Daten genutzt.

Dabei soll mit der Firma Fruit tec ein intelligenter Wurzelschnitt, sowie mit der Hochschule Geisenheim und Firma UP eine ressourceneffiziente Bewässerungsstrategie entwickelt werden. Das Pflanzenschutzmittel-Applikationsgerät der Firma inovel wird zum „Digitalen Assistenten“ aufgerüstet. Dabei werden u.a. relevante Wetterdaten für die Schorfprognose, tatsächliche Baum-Biomasse und positionsgenaue gesetzliche Abstandsauflagen, bereitgestellt vom JKI Institut, verarbeitet. Die bestehenden CA-Lagerungssysteme für Kernobst werden durch bedarfsgerechte Abtau-Algorithmen der Firma Cool Expert energieeffizient und unter Berücksichtigung der fruchtqualitativen Parameter individuell gesteuert. Hierbei wird der Obstgroßmarkt Markdorf die Ergebnisse zur Sortierung liefern und die TU Chemnitz für die Modellierung der Wertschöpfungskette Apfel zuständig sein. Begleitet wird das Vorhaben durch praktische Messungen mithilfe der Genossenschaften Württembergische Obstgenossenschaft Raiffeisen und dem Obstgroßmarkt Mittelbaden in Oberkirch.

Durch die Vernetzung der Daten der Projektpartner sowie daraus erstellte Modelle und Aufzeichnungen ist die Transparenz und Kostensicherheit für alle Glieder der Wertschöpfungskette Apfel langfristig geschaffen. Neue, im Projekt entwickelte Verwertungen, werden direkt in der kommerziellen Obstbaupraxis umgesetzt.

Im Detail werden am KOB Fragestellung im Bereich der Ertragsphysiologie zum Wuchs- und Ertragsverhalten mit VIS/NIR Spektroskopie und LiDAR untersucht. Aufbauend auf bestimmten LiDAR Informationen und geobasierten Daten des JKI wird der Arbeitsbereich Pflanzenschutz und das LTZ Augustenberg (Referat 31 Gerätetechnik, Sachgebiet Applikationstechnik) den „Digitalen Assistenten“ prüfen. Die fruchtspezifische Überwachung der Qualitätserhaltung durch Modellierung und Regelung im Lager wird im Arbeitsbereich Nacherntephysiologie erfolgen. Das KOB dient einerseits als Big Data-Plattform im Bereich der Datengenerierung, als auch in der Modellierung mit traditionellen biologischen Modellen von qualitätsbestimmenden Merkmalen der VIS/NIR Sensorik.

Kontakt:

Konni Biegert, Tel.: 0751-7903-343, email: konni.biegert@kob-bavendorf.de

 

Logos Apfel4.NULL

Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.