Über Uns Aktuelles Arbeitsbereiche Projekte Service

Interreg IV-Projekt: Kirschessigfliege

Neue Lösungsansätze zum Schutz vor der Kirschessigfliege, Projektnummer 290

Die Kirschessigfliege ist ein invasiver Schädling, der in der Schweiz und in Deutschland erstmals 2011 nachgewiesen wurde. Seither findet eine rasante Ausbreitung statt. Im Gegensatz zu heimischen Essigfliegen befällt die Kirschessigfliege bevorzugt gesunde, erntereife Früchte und bringt dadurch ein enormes Schadpotential mit sich. Hierbei sind besonders Steinobst, Beerenkulturen sowie der Weinbau betroffen. Hintergrund für das enorme Schadpotential ist eine große Vermehrungsrate und die Vielzahl an betroffenen Kulturen. Hohe wirtschaftliche Schäden,die die Existenz betroffener Betriebe gefährden, können die Folge sein.

Bislang gibt es noch unzureichende Kenntnisse über Biologie, Verbreitung und Ausdehnung. Daher sind auch noch keine effizienten Bekämpfungskonzepte verfügbar. Hier müssen somit neue Lösungsansätze zum Schutz vor der Kirschessigfliege rasch entwickelt sowie in der Praxis überprüft werden. Sowohl die Massenfangmethode als auch das Einnetzen kompletter Kulturen scheinen vielversprechende Methoden zu sein, welche unter anderem im Rahmen des Projekts überprüft werden.
 

Meilensteine:

1. Entwicklung und Überprüfung praxistauglicher Fallentypen/ -systeme

2. Entwicklung einesMonitoringkonzepts zur Erfassung der räumlichen und zeitlichen Ausbreitung des Schädlings

3. Prüfung und Entwicklung geeigneter Lockstoffe zur effizienten Bekämpfung des Schädlings mittels Massenfang

4.Prüfen alternativer Methoden zur Befallskontrolle und zum Schutz der Früchte

5. Etablierung eines länderübergreifenden Informationssystems für Warndienst und Wissenstransfer

  

Projektpartner:

1. Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Versuchsstation Schlachters)

2. Forschungsanstalt Agroscope

3. Landwirtschaftliches Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg

4. Landwirtschaftliches Zentrum St. Gallen

5. Strickhof

6. Landwirtschaftskammer Vorarlberg

7. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

In enger Kooperation mit dem LTZ.

 

Förderung:  

Das grenzüberschreitend mit Partnern aus den benachbarten Schweizer Kantonen und Vorarlberg durchgeführte Projekt wird mit Fördergeldern der Europäischen Union, des Schweizer Bundes und der beteiligten Kantone durch das Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein finanziell unterstützt.