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Erhalt traditioneller Streuobstsorten am Oberrhein

 

Ausgangssituation


StreuobstwieseDie Pfalz, das Elsass und Baden sind traditionelle Obstbaugebiete mit einem hohen Anteil an Streuobstbeständen. Im Verlauf der letzten Jahrhunderte hat sich in dieser Region eine Vielzahl von regionalen Obstsorten herausgebildet, die gut an ihre Standorte angepasst waren und sich meistens durch Robustheit gegenüber Krankheiten, Schädlingen und klimatischen Einflüssen auszeichneten. Nach dem 2. Weltkrieg ging der Streuobstanbau aus verschiedenen Gründen zurück. Vor allem die Rentabilität wurde geringer, da das Obst in Plantagen kostengünstiger produziert werden konnte, oder aus dem Ausland importiert wurde. Durch den Rückgang des Streuobstanbaus ist neben dem kulturhistorischen Wert der lokalen Obstsorten die in der Sortenvielfalt noch vorhandene genetische Variabilität bedroht. Sie ist Grundlage für Züchtungsaktivitäten und für den Erhalt spezifischer Sorteneigenschaften. Diese können z.B. beim Auftreten neuer Krankheiten, Klimaveränderungen, neuen Verbrauchergewohnheiten eine heute noch nicht abzuschätzende Bedeutung erlangen.


Ziel und Maßnahmen


Das Interreg-IV-Oberrhein-Projekt wurde mit 14 Partnern aus Baden-Württemberg, Elsass und Rheinland-Pfalz in den folgenden 7 Modulen durchgeführt:

  • Koordination
  • Sortensuche in der Landschaft
  • Sortenidentifizierung/Monitoring
  • Sortensicherung/-verbreitung durch Anlage/Ausbau Sortengärten
  • Konzeptionen für Sortensicherung und Streuobstpflege in der Landschaft
  • Verwertungsmöglichkeiten für regionale Streuobstprodukte
  • Öffentlichkeitsarbeit

Folgende konkrete Maßnahmen wurden durchgeführt:

  • Streuobstbestände wurden auf seltene und erhaltenswerte Obstsorten  untersucht
  • Sorten wurden identifiziert, hinsichtlich des Gefährdungsgrades eingeordnet, sowie deren Eigenschaften festgehalten.
  • Sortendokumentation und –Monitoring mit Hilfe einer Datenbank
  • Untersuchung der Eignung verschiedener Streuobstsorten für die Produktion regionaler Spezialitäten und Optimierung der Produktion
  • Die Öffentlichkeitsarbeit für die Belange alter Sorten und Streuobstbestände als Kulturgut und landschaftsprägendes Element soll zur breiten Unterstützung aus der Bevölkerung führen. Eine Homepage gibt Auskunft zu Aktivitäten und Ergebnissen geben.

Durchführungszeitraum

01.06.2009-30.07.2012