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Zabergäurenette (Apfel)

Synonyme
Graue Renette vom Zabergäu, Zabergäu

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Tafelobst

Klimaanspruch
mittel

Erntemonat
Oktober

Herkunft

1885 als Zufallssämling in Hausen a.d. Zaber/ Baden-Württemberg entstanden und zunächst als ‘Hausener Graue Renettte’ geführt.

Allgemeine Beurteilung

Weniger säurebetonte Alternative zu ‘Schöner aus Boskoop’. Die Vorzüge gegenüber dieser Sorte liegen in der etwas geringeren Frostanfälligkeit der Blüte und dem sichereren Ertrag, nachteilig ist die Krebsanfälligkeit.

Frucht

Groß bis sehr groß (140 – 210 g). Meist kugelförmig abgeflacht, zur Kelchfläche verjüngt, seltener auch breit- kegelförmig abgestumpft. Grundfarbe gelbgrün, Schale jedoch fast vollständig mit zimtfarbenem Rost überzogen, sonnenseitig vereinzelt weinrot marmoriert. Stielgrube tief, mittelweit, oft grobschuppig und rissig berostet. Stiel mittellang, mitteldick und holzig. Kelchgrube selten flach, meist mitteltief und weit; Kelch groß, halb- bis ganz geöffnet, mit langen sehr breiten am Grunde getrennten Kelchblättern. Kernhaus klein, stielnahe, mit geöffneter Achse. Kerne dunkelbraun und oval. Fruchtfleisch gelblich, mittelfest und feinzellig, anfangs saftig, später mürbe mit weniger Säure als ‘Schöner aus Boskoop’.

Baum

Wuchs anfangs stark mit schräg aufrechten Leitästen, später mittelstark mit flachen Ästen. Krone breit und flachkugelig mit flachem Fruchtholz. Blätter groß, breitoval und mit klar abgesetzter Spitze, kupferempfindlich. Triploide Sorte mit später und langanhaltender Blüte. Ertrag früh einsetzend, mittelhoch und etwas alternierend. Bäume sind anfällig für Krebs, in warmen Lagen für Mehltau.

Besondere Merkmale

Vollständig berostete Schale mit grünbleibendem Kelch. Deutlich weniger Fruchtsäure als ‘Schöner aus Boskoop’, sehr regelmäßig geformt.