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Himbeerapfel aus Holovaus (Apfel)

Synonyme
Himbeerapfel von Holowaus, Malinove Holovouske, Malina

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst

Klimaanspruch
mittel

Erntemonat
September

Herkunft

Von Levener in Holovousy/Mittelböhmen Gezogen. Ab 1850 verbreitet.

Allgemeine Beurteilung

Der geschmacklich gute Tafel- und Wirtschaftsapfel fand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland stärkere Verbreitung. Wegen seiner geringen Transportfähigkeit und sehr unterschiedlicher Größenverteilung am Baum konnte er sich als Marktsorte nicht durchsetzen. Die Sorte war und ist aber eine beliebte Gartensorte wegen ihres unvergleichlichen Geschmacks.

Frucht

Mittelgroß, durchschnittliches Gewicht von 140 g. Form insgesamt regelmäßig, manchmal ungleichhälftig; kugelförmig wenig abgeflacht, oft etwas breitgedrückt. Oberfläche eben. Grundfarbe strohgelb, Deckfarbe karminrot mit schmaler Streifung. Schale glatt, wachsig bis leicht fettig, matt glänzend. Stielgrube mitteltief, eng, oft mit einer breiten Nase versehen. Stiel kurz, mittellang. Kelchgrube tief, mit feinen Falten. Kelch mittelgroß, viertel bis halb geöffnet. Fruchtfleisch weiß, fein, mürbe werdend, saftig, stark rosen- bis himbeerartig schmeckend und süßweinig. Zuckerwerte im mittleren Bereich bei 13 % (55° Öchsle), Säurewerte bei 13 g/l.

Baum

Stark wachsend, bildet breitkugelige, z. T. überhängende Kronen. Ertragseintritt liegt spät. Starke Alternanzneigung. Verlangt für eine gleichmäßige Ertragsbildung gute Böden und eine gute Gesamtpflege. Blüte früh, nur mäßig frosthart. Guter Pollenspender (diploid). Gering anfällig für Schorf, Mehltau und Krebs; Fruchtkrankheiten und Fäulnis treten selten auf.

Besondere Merkmale

Intensives Himbeer-Rosen-Aroma. Häufig durch Fleischnase eingeengte Stielgrube. Fein gestrichelte Kerne.