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Hibernal (Apfel)

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Most/Saft

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
September

Herkunft

Vermutlich Russland, anderen Quellen zufolge zuerst um 1870 von Amerika nach Russland gekommen.

Allgemeine Beurteilung

Eine Sorte, die als frostharter Stammbildner im kontinentalen Klima große Bedeutung erlangt hat, deren Frosthärte in unseren Breitengraden jedoch durch die regelmäßig vorkommenden Wechsel von milden und frostigen Temperaturen im Spätwinter deutlich herabgesetzt wird. Damit bietet er gegenüber den hier verbreiteten Stammbildnern keine Vorzüge. Sein Wert als Wirtschaftsfrucht ist unbedeutend

Frucht

Groß, manchmal auch sehr groß. Form insgesamt unregelmäßig, oft ungleichhälftig; kugelförmig abgeflacht (auch etwas breitgedrückt), manchmal breit-kegelförmig abgestumpft, stielbauchig. Grundfarbe gelbgrün, spärlich rot geflammt, wenig ansprechend. Schale wachsig, mit einzelnen Rostfiguren, teils über die ganze Frucht verteilt. Stielgrube weit, mitteltief, grob, flächig berostet. Kelchgrube weit, mitteltief, durch Wülste unregelmäßig geformt. Kelch groß, offen, mit mittellangen bis langen, breiten, aufrecht stehenden Blättern. Kelchhöhle tief, breit, kegelförmig (auch abgestumpft). Kernhaus mittelgroß, mittig; Wände halbmondförmig, auch breit ohrenförmig, mit vielen schmalen ausgeblühten Rissen. Fruchtfleisch weiß, grünlich geädert, mittelfest, saftig, mit wenig Aroma und sauer im Geschmack.

Baum

Starker Wuchs mit breitpyramidaler Krone. Die Sorte blüht früh bis mittelfrüh; der Ertrag ist in der Regel hoch; wenig krankheitsanfällig; geringe Ansprüche an den Boden.

Besondere Merkmale

Breite oft sehr unregelmäßige Frucht mit großem geöffneten Kelch und breiter teils sehr tiefer kegelförmiger Kelchhöhle. Stielgrube meist grob und über den Rand hinaus berostet.