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Herzogin Olga (Apfel)

Synonyme
Olgaapfel, Zitronenapfel (in Franken), Später Klarapfel

Reifetyp
Früh

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst, Brennen

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
August

Herkunft

1860 von Hofgärtner Müller an der Wilhelma in Stuttgart gezogen und 1879 von N. Gaucher in den Handel gebracht. Nach der Herzogin Olga von Württemberg benannt.

Allgemeine Beurteilung

Ein nur für den Liebhaber alter Sorten interessanter Apfel, der aufgrund seiner frühen Reife und kurzen Haltbarkeit schnell verbraucht werden muss.

Frucht

Mittelgroß (100 – 130 g). Kugelförmig wenig abgeflacht, zur sehr kleinen Kelchfläche schwach verjüngt, stielbauchig. Oberfläche eben, mit nur schwachen breiten Kanten. Grundfarbe grün, später hellgrün, sonnenseits höchstens mit leichtem rötlichem Anflug. Schale glatt, etwas glänzend und leicht hell bereift, mit wenig kleinen Lentizellen versehen; Geruch deutlich. Stielgrube mitteltief, mittelweit, kaum berostet. Stiel sehr kurz, holzig. Kelchgrube sehr flach, mit feinen Falten oder schwachen Rippen. Kelch klein, geschlossen; Blätter mittellang, befilzt und übereinander gefaltet. Kernhaus sehr klein; Achse geschlossen, teils wenig geöffnet. Kerne groß, breit, rundlich, hellbraun. Fruchtfleisch grünlichweiß, locker, mürbe und kräftig weinsäuerlich.

Baum

Die stark wachsende Sorte bildet oft große Bäume mit kurzem Fruchtholz, so dass die Leitäste deutlich hervortreten. Eine zeitlang war die Sorte auch als Stammbildner bekannt. Die Blüte erscheint mittelfrüh, die Erträge sind regelmäßig und mittelhoch. Die Sorte ist widerstandsfähig gegen Schorf, aber leicht moniliaanfällig.

Besondere Merkmale

Dem ‘Klarapfel’ ähnlicher, deutlicher Geruch und Geschmack, aber etwas später reifend und weniger säurebetont. Große breite sehr helle Kerne.