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Harberts Renette (Apfel)

Synonyme
Immapfel, Königsapfel, Harberts Ramburrenette, Goldrenette

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Anfangs 19. Jahrhundert in Westfalen entstanden. Ab 1830 von Landpfenningmeister Harbert (Soest) verbreitet.

Allgemeine Beurteilung

Der sehr starke Wuchs, sowie der damit verbundene späte Ertragseintritt und die Stippeanfälligkeit lassen die Sorte aus heutiger Sicht vorwiegend für den Streuobstanbau geeignet erscheinen. Für diese Verwendung spricht auch die Unempfindlichkeit gegen Schaderreger sowie die geringen Ansprüche an Witterungs- und Bodenverhältnisse, die einen Anbau auch in kühlen Höhenlagen zulassen.

Frucht

Mittelgroß bis groß. Breit-kegelförmig abgestumpft, sowie zur Kelchfläche schwach verjüngt. Oberfläche eben, meist mit 3-4 schwachen breiten Kanten. Grundfarbe weißgelb, sonnenseits rötlichgelb bis zartorangerot. Schale matt, mit vereinzelt netzartigen Rostfiguren; Lentizellen braun, mittelgroß, oft dreieckig verkorkt, und fühlbar erhaben. Stielgrube mitteltief, mittelweit, mit teils breiten Kanten, flächig und strahlenförmig berostet. Stiel mittellang. Kelchgrube mitteltief, mittelweit, manchmal mit feinen Falten. Kelch mittelgroß bis groß, halb geöffnet; lange breite Blättchen. Kernhaus mittelgroß; zur Achse wenig geöffnet; Wände halbmondförmig, mit schwach ausgeblühten Rissen. Kerne groß, breit, lang zugespitzt, oft taub (triploide Sorte). Fleisch mittelfest, saftig, feinaromatisch, süß-säuerlich abgerundet.

Baum

Sehr starkwüchsig, mächtige, kugelige Kronen; Blüte hält lange an, witterungs­unempfindlich; große, dunkelgrüne, gesunde Blätter; später Ertragsbeginn mit wechselnden Erträgen; breit anbaufähig bis in kühlere Höhenlagen.

Besondere Merkmale

Breit-kegelförmig. Lentizellen oft eckig aufgerissen, und verkorkt. Berostete Stielgrube.