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Goldparmäne (Apfel)

Synonyme
Englische Wintergoldparmäne, Wintergoldparmäne, King of the Pippins, Reine des Reinettes

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Tafelobst

Klimaanspruch
mittel

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Wahrscheinlich Frankreich, sehr alte Sorte, möglicherweise um 1510 in der Normandie entstanden. 1800 von Diel eingeführt.

Allgemeine Beurteilung

Dass die über Jahrhunderte bestehende Spitzensorte heute aus den Sortimenten des Erwerbsanbaus nahezu verschwunden ist, hat verschiedene Gründe. Neben Vorerntefruchtfall ist es vor allem die mangelnde innere Qualität auf schwachwachsenden Unterlagen.

Frucht

Mittelgroß. Form insgesamt etwas unregelmäßig; teils kugelförmig abgeflacht (seltener auch stark abgeflacht), meist kegelförmig (langsam abnehmend) abgestumpft. Grundfarbe vollreif goldgelb, Deckfarbe verwaschen goldrot, auch trübrot. Schale glatt und trocken. Stielgrube mitteltief, eng bis mittelweit, oft bis zum Rand fein berostet. Stiel mittellang, mitteldick. Kelchgrube schüsselförmig, flach, weit. Kelch mittelgroß, ganz geöffnet, mit grünen, langen Blättchen. Kelchhöhle flach, breit, trichterförmig. Kernhaus mittelgroß; Wände halbmondförmig mit sehr schmalen, schwach ausgeblühten Rissen. Kerne rehbraun, oval, mittelgroß. Fleisch gelborange, abknackend, saftig, sortentypisch nussig gewürzt, häufig glasig.

Baum

Wuchsstärke lässt ertragsbedingt bald nach, neigt zum Vergreisen, Fruchtholz ist regelmäßig zu erneuern; Blüte etwas frostempfindlich; bis in mittlere Lagen anbaufähig; blüht mittelspät; anfällig für verschiedenste Schaderreger, vor allem Obstbaumkrebs; verlangt nährstoffreiche Böden.

Besondere Merkmale

Flache schüsselförmige Kelchgrube, Kelch teils weit geöffnet mit kurzen, breiten grünlichen Blättern. Fleisch oft glasig.