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Gelber Richard (Apfel)

Synonyme
Gelber Grand Richard, Eutiner Gelber Richard, Winter-Richard, Stintenburger u. a.

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst, Most/Saft

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Sehr alte Sorte aus Mecklenburg, Anfang 1800 beschrieben. Früher besonders in der Ostseeregion später auch spärlich bis Süddeutschland verbreitet.

Allgemeine Beurteilung

Früher hochgelobter, als Ersatz für den ‚Gravensteiner’ gehandelter Apfel. Vorzeitiges Abwerfen der Früchte, hohe Schorf und Krebsanfälligkeit sorgten dafür dass die Sorte heute nicht mehr häufig anzutreffen ist.

Frucht

Mittelgroß. Form etwas unregelmäßig; meist kegel- auch spitzkegelförmig abgestumpft, hochgebaut. Oberfläche etwas uneben, mit fünf breiten schwachen Kanten. Schale grünlich weiß, bei Reife hellgelb, glatt, geschmeidig, wie hell bereift mit vielen weißen typischen Lentizellen. Sonnenseite selten ganz schwach gerötet. Stielgrube eng bis mittelweit, grob berostet. Stiel kurz. Kelchgrube flach, eng, mit feinen Falten und Rippen. Kelch geschlossen bis halb geöffnet mit langen Kelchblättern. Kernhaus groß; Achse mittelweit bis weit geöffnet; Kernfächer geräumig, zur Achse geöffnet. Kerne gut ausgebildet mit kleinen länglich zugespitzten braunen Kernen. Fleisch weiß, dicht, süßaromatisch, sehr saftig. Zuckergehalt bei 14 % (59° Öchsle), Säurewerte bei 10 g/l.

Baum

Mittelstark bis stark wachsend, hohe Kronen. Späte Erträge, selten hoch. Mittelfrühe Blüte, relativ robust. Guter Pollenspender. Stark Mehltau-, Schorf- und Krebsanfällig.

Besondere Merkmale

Meist hochgebaute Frucht, wie weiß bereift mit weißen Lentizellen auf gelbem Grund. Typisch raue, oft über den Rand hinaus berostete Stielgrube.