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Geheimrat Dr. Oldenburg (Apfel)

Synonyme
Oldenburg

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Tafelobst, Küche

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
September

Herkunft

1897 in Geisenheim gezüchtet. Eltern: ‘Minister von Hammerstein’ x ‘Baumanns Renette’.

Allgemeine Beurteilung

Der farbige Herbstapfel ist ein Massenträger mit annehmbarer Fruchtqualität. Bei sehr hohem Ertrag sind die Früchte meist zu klein und schmecken fade. Durch Ertragssicherheit und -höhe hat sich die Sorte bewährt.

Frucht

Mittelgroß (L = 60–70mm, B = 60–70mm, 100–140 g). Kugelförmig wenig abgeflacht, zur kleinen Kelchfläche verjüngt, oft auch hochgebaut. Grundfarbe gelbgrün, Deckfarbe hell- bis dunkelrot, marmoriert und schwach gestreift. Stielgrube flach bis mitteltief, mittelweit, grünlich, auch fein olivgrün berostet. Stiel kurz, holzig. Kelchgrube flach, mittelweit, mit feinen Falten und schwachen Rippen. Kelch mittelgroß, halb geöffnet. Kernhaus unten bündig mit Gefässbündellinie; Kerne zahlreich, groß und breit. Fruchtfleisch weißlich gelb, feinzellig, süßsäuerlich, mild, ohne besonderes Aroma.

Baum

Wuchs anfangs stark, später mittelstark, an manchen Standorten auch schwach. Aufrechter Kronenaufbau mit später geneigten Gerüstästen und guter Verzweigung. Sehr kräftige, rotbraune Jahrestriebe und große, feste Blätter. Mittelfrühe, auffallend rote Blüten mit kleinen Blütenblättern. Der Ertrag setzt früh ein. Die diploide Sorte trägt oft schon am einjährigen Holz und ist ein Massenträger. Sie ist wenig empfindlich gegenüber Mehltau und Schorf und wird auch vom Apfelwickler wenig befallen.

Besondere Merkmale

Hochgebaut erscheinende Frucht mit typisch marmorierter, schnell fettiger Schale. Stielgrube auch bei Vollreife matt olivgrün gefärbt.