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Geflammter Kardinal (Apfel)

Synonyme
Geflammter Weißer Kardinal, Pleissner Rambur, Bischofsmütze, Dickapfel, Falscher Gravensteiner, Kaiserapfel, Lorenziapfel, Straßburger, Strudelapfel u.a.

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst, Küche, Most/Saft, Dörren

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
September

Herkunft

Bereits 1801 von Diel beschriebener Zufallssämling aus Norddeutschland.

Allgemeine Beurteilung

Alte, sehr robuste und für alle Verwendungszwecke geeignete Sorte, die sich wegen ihrer hohen Vitalität weit verbreiten konnte.

Frucht

Form insgesamt sehr unregelmäßig, oft ungleichhälftig; von kugelförmig abgeflacht, über kegelförmig abgestumpft, bis fassförmig, meist stielbauchig. Oberfläche uneben, mit drei bis vier breiten Kanten. Grundfarbe hellgelb, mit geflammten roten Streifen überzogen, Sonnenseite mit kaum sichtbaren Lentizellen. Stielgrube hellbraun berostet, mitteltief bis tief, mittelweit. Stiel kurz, mitteldick. Kelchgrube mitteltief, eng bis mittelweit, kantig. Kelch viertel bis halb geöffnet; Kelchblätter grün, lang und schmal, befilzt. Kernhaus groß; Achse sehr weit geöffnet; Kernfächer geräumig; Wände rissig und ausgeblüht. Kerne braun, manchmal unvollkommen ausgebildet. Fruchtfleisch grünlich bis gelbweiß, saftig und erfrischend, aber ohne spezifische Würze und Geruch.

Baum

Stark wachsende Sorte, bildet breite, leicht hängende Kronen. Der Baum wird sehr groß und hat ein langes Lebensalter. Der regelmäßige Ertrag setzt früh ein und ist gut. Als Pollenspender ungeeignet (triploid). Blüte mittelfrüh, sehr lang und robust. Die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge liegt im unteren bis mittleren Bereich. Sehr geringe Alternanzneigung. Geringe Klima- und Bodenansprüche.

Besondere Merkmale

Unregelmäßige, breitkantige oft hochgebaute Frucht mit weit geöffnetem Kernhaus und sich häufig lösenden Kernen (Klapperapfel).