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Fießers Erstling (Apfel)

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Most/Saft

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
September

Herkunft

1898 von G.H. Fießer in Baden-Baden aus Samen der Sorte ‘Bismarckapfel’ gezüchtet.

Allgemeine Beurteilung

Starkes Wachstum bei sehr hoher und früher Ertragsleistung und außergewöhnlich hoher Gesamtvitalität des Baumes sind die hervorragenden Merkmale dieser Wirtschafts- und Mostsorte, die keine wesentlichen Ansprüche an den Standort stellt.

Frucht

Mittelgroß bis groß, wiegen um 140 g, sind 80–90 mm hoch, 80 mm breit. Form etwas unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig; kugelförmig abgeflacht, auch kegelförmig wenig abgestumpft, stielbauchig. Grundfarbe hellgrün, später gelb, sonnenwärts roter Anflug mit unregelmäßigen, karminroten Streifen. Stielgrube flach, mittelweit, wirkt meist durch drei3 breite Kanten schwach dreieckig. Stiel kurz. Kelchgrube flach bis mitteltief, mittelweit, mit teils feinen Falten, teils etwas breiteren Kanten. Kelch grau befilzt. Kernhaus groß; Achse geschlossen; Wände breit, halbmondförmig, mit vielen mittelbreiten, teils auch ausgeblühten Rissen. Wenig, häufig anhaftende hellbraune Kerne. Weißes, saftiges Fruchtfleisch, weinsäuerliches, erfrischendes Aroma. Zuckerwerte bei 13 % (55° Öchsle), Säurewerte bei 10,5 g/l.

Baum

Stark bis sehr stark wachsend, aufrecht, später breit. Gute Pollenqualität. Als Befruchtersorten werden ‘Oldenburg’ und ‘James Grieve’ empfohlen. Mittelspäte und unempfindliche Blüte. Gesamtvitalität sehr gut. Sehr geringe Anfälligkeit für Schorf und Mehltau, frosthart und klimatisch robust. Ertragsverhalten sehr ausgeglichen, Alternanz tritt selten auf.

Besondere Merkmale

Meist leicht befilzter Kelch; sehr große, stark rissige, halbmondförmige Kernhauswände; Stielgrube oft „dreieckig“.