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Hagedornapfel (Apfel)

Synonyme
Hawthornden, Hawthornden, Weißer Hawthornden, Lincolnshire Pippin, Lord Kingston

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Küche

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
September

Herkunft

Zufallssämling aus England. In Hawthornden bei Edinburgh entstanden; 1780 im Katalog der Fa. Leslie u. Anderson erwähnt, ab 1790 von London aus verbreitet. Der deutsche Name ist falsch übersetzt.

Allgemeine Beurteilung

Der Anbauwert dieser Sorte ist umstritten. Einer Verwendung für extensive Hochstammkultur steht der schwache Wuchs und die damit verbundene relative Kurzlebigkeit des Baumes entgegen. Der allenfalls mittlere Geschmack, schließt eine Nutzung als Tafelapfel für den Kleingarten ebenso aus; nur als Massenträger für Küchenäpfel interessant.

Frucht

Mittelgroß bis groß. Form unregelmäßig, oft ungleichhälftig; kugelförmig stark abgeflacht, oft breitgedrückt, mittelbauchig. Oberfläche uneben, mit sehr breiten Kanten. Grundfarbe grüngelb, später gelblicher, Deckfarbe sonnenseitig verwaschen blassrot. Schale glatt, wachsig, mit zahlreichen, feinen, weißen Lentizellen. Stielgrube tief, mittelweit, etwas uneben und strahlig berostet. Stiel mittellang bis lang. Kelchgrube flach bis mitteltief, mittelweit, mit feinen Falten und flachen Rippen. Kelch geschlossen bis halb geöffnet. Kernhaus groß; Achse weit geöffnet. Kerne klein, kurz zugespitzt. Fleisch weiß, feinzellig, saftig und herbsäuerlich.

Baum

Schwacher Wuchs, bildet kleine, breitkugelige Kronen mit viel Quirlholz; Holz etwas frostempfindlich. Blüte unempfindlich, früh bis mittelfrüh, kurz. Trägt früh, massig und regelmäßig. Verlangt gut versorgte Böden mit regelmäßiger Wasserführung. Etwas schorfanfällig.

Besondere Merkmale

Flacher Apfel mit langem Stiel. Großes, offenes Kernhaus und kleine, kugelige Kerne.