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Großherzog Friedrich von Baden (Apfel)

Reifetyp
Mittel

Verwendungszweck
Most/Saft

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
September

Herkunft

1894 vom Hofgärtner des Großherzogs Friedrich von Baden, Fießer in Baden-Baden aus einem Kern des ‘Bismarckapfels’ gezogen.

Allgemeine Beurteilung

Die ausgesprochen großen Früchte gelten als Schaufrüchte. Sie sind sog. „Blender“, weil die innere Qualität nicht halten kann, was das Aussehen verspricht. Die Sorte eignet sich für Liebhaber zur Erziehung eines Wandspaliers. Für Hochstämme sind die schweren Früchte zu windempfindlich.

Frucht

Groß bis sehr groß. Form unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig; kugelförmig abgeflacht, auch kegelförmig abgestumpft, stielbauchig. Oberfläche uneben mit breiten Kanten. Grundfarbe bei Vollreife zitronengelb, sonnenseits teilweise von heller Röte überdeckt. Schale zart und leicht fettig; Lentizellen mitunter rot umhöft. Stielgrube mitteltief, mittelweit, grob, teils auch schuppig berostet. Stiel kurz und mitteldick. Kelchgrube mitteltief, eng und von ausgeprägten Rippen oder Höckern umgeben. Kelch mittelgroß, viertel- bis halb geöffnet; Kelchblätter mittellang, mit teils zurückgebogenen Spitzen. Kernhaus mittelgroß; Achse wenig geöffnet; Wände halbmondförmig. Wenig Kerne, klein, kurz zugespitzt. Fruchtfleisch gelblichweiß, mürbe, druckempfindlich, locker und wenig gewürzt, zur Baumreife angenehm säuerlich und saftig, auf dem Lager schnell mehlig und fade werden.

Baum

Wuchs anfangs stark, mit Beginn der früh einsetzenden Fruchtbarkeit schwächer werdend. Kronen hochgebaut, gut verzweigt und mit viel kurzem Fruchtholz versehen. Bäume frosthart und anspruchslos an den Standort. Blüte früh, aber wenig frostempfindlich. Ertrag hoch.

Besondere Merkmale

Große, kantige Frucht, mit starkem Geruch. Breite, tiefe, abgerundete Kelchhöhle.