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Finkenwerder Prinzenapfel (Apfel)

Synonyme
Finkenwerder Herbstprinz, Finkenwerder Prinz, Hasenkopf

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Wirtschaftsobst, Tafelobst

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Um 1860 auf der Elbinsel Finkenwerder im Alten Land bei Hamburg entdeckt. In Norddeutschland verbreitet.

Allgemeine Beurteilung

Ein für den Formenkreis der Prinzenäpfel ungewöhnlich wohlschmeckender Winterapfel, also keine Herbstsorte wie der ursprüngliche Name fälschlich ausdrückt. Für kühle, feuchte Regionen und schwere Böden geeignet wie kaum eine andere Apfelsorte. Wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge, deshalb auch für Hausgärten interessant. Wichtig ist eine vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit auf dem Lager, da der Apfel stark welkt.

Frucht

Mittelgroß bis groß. Meist kegelförmig (wenig abnehmend) hochgebaut, zur Kelchfläche verjüngt; manchmal ungleichhälftig. Oberfläche uneben oft mit fünf mittelstarken Kanten und Zwischenrippen. Grundfarbe baumreif trüb grüngelb, vollreif hellgelb, schwach bis stärker dunkelrot, gesprenkelt, mit feinen Streifen. Schale glatt, trocken, dünn. Stielgrube tief und eng, bucklig, immer olivbraun schuppig berostet. Stiel mittellang, dünn. Kelchgrube tief, eng, mit Höckern und Falten. Kelchblätter mittelbreit, lang, am Grunde grünbleibend. Kelchhöhle trichterförmig, manchmal in sehr schmale Kelchröhre übergehend. Kernhaus weit geöffnet; Wände bohnenförmig mit schmalen, teils ausgeblühten Rissen. Kerne gut ausgebildet, mittelgroß, länglich. Fleisch weißgelb, fest, süßsäuerlich, angenehm gewürzt.

Baum

Wächst mittelstark, neigt zu hängendem Wuchs; bildet gleichmäßig Fruchtholz. Guter Befruchter, blüht mittelspät, fruchtet früh, gute regelmäßige Erträge. Frost- und krebswiderstandsfähig.

Besondere Merkmale

Zeigt typische ‘Prinzenmerkmale’: längliche Form, spitz endender Kelchbereich, dünner Stiel, enge Stielgrube, offenes Kernhaus.