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Brauner Matapfel (Apfel)

Synonyme
Mohrenapfel, Schwarzlicher, Badischer Brauner, Schmiedeapfel, Bäumleapfel, Unterländer, Kohlapfel

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Most/Saft

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Sehr alte Sorte unbekannter Herkunft. Bereits im 18. Jh. in Süddeutschland stärker verbreitet und im "Teutschen Obstgärtner" 1798 beschrieben.

Allgemeine Beurteilung

Die Bäume des ‘Braunen Matapfels’ sind sehr starkwachsend und widerstandsfähig. Damit sind sie als Wirtschaftssorte für den Streuobstbau sowie für Liebhaber von Sortenraritäten interessant. Früher im Streuobstanbau der Pfalz, Badens und Württembergs weit verbreitete Sorte, heute nur noch selten vorkommend.

Frucht

Klein bis mittelgroß. Form insgesamt etwas unregelmäßig, manchmal ungleichhälftig; teils kugelförmig abgeflacht, teils kegelförmig abgestumpft, leicht stielbauchig. Oberfläche eben, manchmal mit ganz schwachen breiten Kanten. Grundfarbe gelbgrün, Deckfarbe braunrot bis dunkelviolett mit abgesetzten roten Streifen, teils stark hell (bläulich) bereift. Lentizellen hellgelb, gut sichtbar. Stielgrube mitteltief, eng bis mittelweit, grob berostet. Stiel sehr kurz, mitteldick bis dick, fleischig und wenig behaart. Kelchgrube schüsselförmig, flach, weit mit fünf ausgeprägten Rippen. Kelch mittelgroß, offen, mit aufrechten zurückgeschlagenen Kelchblättern. Kernhaus klein, mittig; Wände ohrenförmig, glatt. Kerne klein bis mittelgroß, breit, rundlich. Fruchtfleisch anfangs gelblichgrün, später gelblichweiß, grobkörnig, weinsäuerlich.

Baum

Als Jungbaum sehr starkwachsend, später etwas nachlassend. Die Bäume werden überdurchschnittlich groß mit hochgewölbter, im Alter überhängender Krone und erreichen ein hohes Alter. Die Blüte ist spät und langanhaltend. Der spät einsetzende Ertrag ist regelmäßig und sehr hoch.

Besondere Merkmale

Braunrote, bereifte Schale. Kernfächer sehr klein.