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Boikenapfel (Apfel)

Synonyme
Boiken, Echter Boiken

Reifetyp
Spät

Verwendungszweck
Tafelobst, Most/Saft

Klimaanspruch
gering

Erntemonat
Oktober

Herkunft

Aus dem Raum Bremen, 1828 erstmals beschrieben, benannt nach Deichvogt Boiken. ‘Burfeinds’-, ‘Krautsander’-‘Neuhäuser’-, ‘Rehders Boiken’ sowie ‘Riesenboiken’ sind eigenständige Sorten.

Allgemeine Beurteilung

Für raue Lagen und fast jeden Boden eine interessante Streuobstsorte, die durch lange Haltbarkeit und hervorragende Druckfestigkeit überzeugt. Sie welkt nicht auf dem Lager und gewinnt mit zunehmender Reife an Qualität. Nachteilig ist der unzuverlässige Ertrag.

Frucht

Mittelgroß bis groß, spezifisch schwer(115 – 140 g). Form meist breit-kegelförmig. Oberfläche uneben, mit breiten Kanten. Grundfarbe gelblichgrün bis wachsgelb, Sonnenseite oft schwach rot verwaschen. Schale glatt, leicht fettig und mit zahlreichen weißen Lentizellen. Stielgrube tief, weit bis sehr weit. Stiel mittellang, dünn, holzig. Kelchgrube mitteltief, mittelweit, mit fünf ausgeprägten Rippen, die noch weiter über die Frucht laufen. Kelch geschlossen bis halboffen, an der Basis grün, auffallend befilzt. Kelchhöhle kegel- bis trichterförmig, in schmale bis mittelbreite Kelchröhre übergehend. Kerne mittelgroß, schwarzbraun, schmal, länglich, kurz zugespitzt. Fruchtfleisch weiß, fest, saftig und erfrischend weinsäuerlich.

Baum

Wuchs anfangs stark, später mittelstark. Ältere Kronen werden breitkugelig und sind locker geastet. Blüte mittelspät einsetzend und lang anhaltend, Blütenblätter groß mit wenig Rosa. Ertrag spät einsetzend und unregelmäßig. Auf eher schweren Böden und nicht zu warmen Lagen wenig krankheitsanfällig, aber kupferempfindlich.

Besondere Merkmale

Tiefe und sehr weite Stielgrube. Ausgeprägte Kelchrippen. Weißes, sehr festes Fruchtfleisch.