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Interreg V-Projekt: Kirschessigfliege

Entwicklung praktikabler Massnahmen zur Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden durch die Kirschessigfliege

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 Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein

 

Globalisierung und Klimawandel bedingen einen Anstieg von Schäden durch invasive Arten. Bei einem Schädling wie der Kirschessigfliege, welche ein sehr hohes Schadpotenzial besitzt (enorme Vermehrungsrate, Ovipositor, breites Wirtsspektrum), müssen geeignete Schutzmaßnahmen sowie Informationssysteme möglichst schnell entwickelt werden. Nur so sind hohe wirtschaftliche Schäden zuvermeiden.

Dieses Projekt hat zum Ziel, Schutzmaßnahmen gegen Schäden der Kirschessigfliege zu entwickeln bzw. ihre Praxistauglickeit zu überprüfen und zu verbessern. Hierbei werden in Labor-, Halbfreiland- und Freilandversuchen Maßnahmen wie Einnetzen, Massenfang und die Wirkungsweise natürlicher Lockstoffe oder Repellentien untersucht. In einem Monitoring wird ständig die Entwicklung der Kirschessigfliegenpopulation in der Region überprüft. Außerdem kann hier ebenfalls ein Monitoring von Nützlingen sowie die Berechnung von Schadschwellen eingebunden werden. Durch den ständigen Austausch des aktuellen Untersuchungsstandes zwischen den Projektpartner, auf regelmäßig stattfindenen Projektreffen, ist die Entwicklung eines dynamischen, dem Schadinsekt angepassten Schutzkonzept auch über die Landesgrenzen hinweg möglich.

Alle Erkenntnisse aus diesem Projekt werden über Beratungsstellen (Warndienste), über Informationssysteme sowie über Tagungen und Informationsveranstaltungen an die Praxis weitergegeben. Somit dient dieses Projekt in erster Linie dem Obstproduzenten und dem Obsthandel. In zweiter Linie profitiert der Verbraucher aus den Ergebnissen dieses Projektes, da er dank der entwickelten Methoden hochwertige Produkte erwerben kann. Besonders zu betonen ist hierbei die Reichweite dieses Projektes, die wie die Kirschessigfliege selbst Ländergrenzen überschreitet.

Projektpartner:
1. Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee
2. Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Versuchsstation Schlachters)
3. Landwirtschaftskammer Vorarlberg
4. Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
5. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
6. Forschungsanstalt Agroscope
7. Landwirtschaftliches Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg
8. Landwirtschaftliches Zentrum St. Gallen
9. Strickhof

Förderung:
Das grenzüberschreitend durchgeführte Projekt wird mit Fördergeldern der Europäischen Union durch das Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein finanziell unterstützt.