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Rückstandsarme Produktion: Modellanlagen zur Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenschutzes

Neue Wege für den Obstbau

Die Obstproduktion steht vor großen Herausforderungen für die Zukunft. Detailhandel und Konsumenten fordern qualitativ hochwertige, gesunde, rückstandsfreie und preiswerte Lebensmittel, deren Produk­tion nachhaltig und umweltschonend sein soll. Gleichzeitig gibt es euro­paweit laufend Ände­rungen der Rahmenbedingungen wie Ressour­cenverknappung, Wetterextreme und reduzierte Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln. Bereits heute absehbare Änderungen für den Pflanzenschutz sind der mittelfristige Wegfall ganzer Wirkstoffgruppen, gravierende Einschränkungen in den Anwendungsbestimmungen, er­höhte Rückstands- und Abstands­auflagen und reduzierte Aufwand­mengen. Um weiterhin mit diesen Rahmenbedingungen Obst im Bodenseeraum produzieren zu können, müssen innovative systembasierte Lösungen entwickelt werden.

Ziel des Projektes ist das Auf­zeigen neuer Wege, wie die Produktion qualitativ hochstehender, gesunder und weitgehend rückstandsfreier Früchte bei messbar redu­ziertem Pflanzenschutz­mitteleinsatz realisiert werden könnte. Die Obst­branche im Wirtschaftsraum Bodensee soll hierbei grenzüber­schrei­tend eine Vorreiterrolle über­nehmen.

 

Modellanlagen für die Bewertung neuer Strategien

Im Projekt sollen in Modellanlagen für die Leitkulturen Apfel, Kirsche und in geringem Umfang für Birnen, erfolgversprechende Anbau- und Pflanzen­schutzstrategien so kombiniert und weiterent­wickelt werden, dass im Vergleich mit üblichen Standards aus der Integrierten Produk­tion (IP) und dem Bio­logischen Anbau (BIO) weniger umwelt­kritische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und möglichst keine Rück­stände auf den Früchten verbleiben. Anbau- und pflanzen­schutz­technische Maßnahmen sollen einzeln und in Kombination nach öko­nomischen Kriterien bewertet und mitei­nander verglichen werden.

Nachfolgende Parameter und Messgrößen sollen im Projekt explizit einbezogen, bearbeitet und bewertet werden:

Sortenwahl, Kulturführung, Schutz- und Abdecksysteme, Insektenschutznetze und Verwirrungstechnik, Herbizidalternativen, Förderung von Nützlingen und natürlichen Gegenspielern, Kosten-Nutzen-Analyse und Rentabilitätsanalyse als auch innere und äußere Qualität des Erntegutes.

 

Projektpartner

·         Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB), Ravensburg-Bavendorf (D), Lead-Partner

·         Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), mit Versuchs­station Schlachters in Sigmarszell (D)

·         Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ), Karlsruhe (D), assoziierter Partner

·         Agroscope, Standort Wädenswil (CH)

·         AGRIDEA, Abteilung für Pflanzenbau, Lindau (CH)

·         Landwirtschaftliches Zentrum St. Gallen (LZSG), Kanton St. Gallen, Flawil (CH)

·         Bildungs- und Beratungs­zentrum Arenenberg (BBZ), Kanton Thurgau, Salenstein, mit Versuchsstation in Güttingen (CH)

·         Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Bregenz (A)

 

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