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Volleinnetzung und Überdachung von Apfelanlagen

Hintergrund

Durch die Abdeckung der Obstbäume mit Hilfe eines mobilen Foliendaches konnten in früheren Versuchen zur Regulierung der Regenfleckenkrankheit gute Ergebnisse erzielt werden. Aufgrund dieser Ergebnisse lag es nahe, eine Folienabdeckung auch in Kombination mit einer seitlichen Einnetzung der Anlage im Praxismaßstab zu testen. In diesem Versuch wird der Einfluss von Überdachung und Einnetzung auf weitere pilzliche Krankheiten, das Wachstum der Bäume sowie auf die Qualität der Früchte über mehrere Jahre untersucht. Inwieweit durch den Einsatz einer Folienabdeckung Pflanzenschutzmittel reduziert werden können, andere pilzliche Erreger begünstigt oder tierische Schaderreger bzw. Nützlinge gefördert werden, soll in diesem Versuch ebenfalls geklärt werden.

 

Versuchsanlage

Die Versuchsanlage wurde im Frühjahr 2013 erstellt und umschließt eine Fläche von ungefähr 0,6 Hektar. In 17 Reihen stehen etwa 1760 Bäume der Sorte `Topaz´ auf der Unterlage M9 im Pflanzabstand 1,0m x 3,5m. Außerhalb der voll eingenetzten Anlage bildet die Kontrollvariante unter Hagelnetz mit 7 Reihen zu je 40 Bäumen das praxisübliche Anbauverfahren in der Bodenseeregion ab.

Im Frühjahr 2014 wurde ein Folien-Regenschutz der Firma VOEN Vöhringer GmbH & Co. KG aus 88276 Berg über vier Reihen installiert, wie es im Kirschenanbau standardmäßig genutzt wird. Die Folienkonstruktion besteht aus 8 Bahnen zu je 146m Länge und 2,40m Breite. Die 4 nebeneinanderliegenden Reihen sind komplett vor Regen geschützt (Variante 2). Im Frühjahr 2015 wurde das Versuchsdesign um eine zusätzliche, schmälere Folienbedachung der Firma VOEN Vöhringer GmbH & Co. KG erweitert (Variante 1). Die schmälere Folienabdeckung besteht aus ca. 1,05m Folie und 1,20m Netz und soll neben der Materialeinsparung der Folie mehr Licht in den Baumbestand lassen.

 

Varianten

     Variante 1: VOEN schmal (mit Bewässerung), weitestgehender Verzicht auf Insektizide und Fungizide

    Variante 2: VOEN breit (mit Bewässerung), weitestgehender Verzicht auf Insektizide und Fungizide

       Variante 3: Volleinnetzung, weitestgehender Verzicht auf Insektizide

       Variante 4: Hagelnetz (Kontrolle), betriebsüblicher Pflanzenschutz

                   

 

Kontakt

Thomas Arnegger

Fachbereich Ökologischer Obstbau

Tel.: 0751 79 03 302

Email: Thomas.arnegger@kob-bavendorf.de