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Kupferminimierung

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Weiterentwicklung einer Strategie zur Reduzierung bzw. Substitution des Kupfereinsatzes bei der Apfelschorfbekämpfung im ökologischen Obstbau (BÖLN-Projekt-Nr. 2809OE043)

 

Hintergrund

Kupferpräparate stellen aufgrund ihrer fungiziden Wirkung einen wichtigen Baustein bei der Bekämpfung von Apfelschorf dar. Aufgrund der persistenten Eigenschaften von Kupfer im Boden fordert das Bundesministerium für Umwelt (BMU) mittelfristig allerdings eine Absenkung des Kupfereintrages durch die Landwirtschaft. Die derzeit von den Ökolandbauverbänden vorgegebene, maximale Aufwandmenge von 3 kg Reinkupfer je Hektar und Jahr soll dabei schrittweise weiter reduziert werden. Im Rahmen dieses Projektes sollen alternative Präparate und Strategien getestet und entwickelt werden, die eine Reduktion des Kupfereinsatzes im Rahmen der Apfelschorfbekämpfung ermöglichen ohne dabei die Produktionssicherheit einzuschränken.

 

Ziele des Projektes

Ziel des Projektes ist eine Weiterentwicklung der erarbeiteten Grundlagen aus dem BÖL-Projekt 06OE324 “Erarbeitung einer Strategie zur Reduzierung des Kupfereinsatzes bei der Apfelschorfbekämpfung im ökologischen Obstbau“.

Um eine weitere Reduzierung der im Rahmen der Apfelschorfbekämpfung notwendigen Kupferaufwandmenge ohne Einschränkung der Produktionssicherheit zu erreichen, sollen während der Laufzeitverlängerung des Projektes neue vielversprechende Alternativpräparate in Labor- und Freilandversuchen auf ihre Wirkung gegen den Schorfpilz getestet werden. Darüber hinaus soll der optimale Einsatzzeitpunkt der einzelnen Präparate herausgearbeitet werden, um die Präparate zeitnah und ohne Wirkungsverlust in eine Schorfbekämpfungsstrategie einbauen zu können.  Erheblicher Forschungsbedarf besteht seit der Vegetation 2013 zudem bei der Schorfbekämpfungsstrategie von vf-resistenten Apfelsorten. Nach der Primärschorfsaison 2013 wurde an vielen vf-resistenten Apfelsorten ein Schorfdurchbruch festgestellt. Während in den vergangenen Jahren ein Schorfbefall an schorfresistenten Sorten nur vereinzelt in extensiv bewirtschafteten Anlagen festgestellt wurde, war der Schorfdurchbruch im Jahr 2013 an sehr vielen Standorten in sämtlichen Anbauregionen in Deutschland festzustellen. Ziel der Versuchsarbeit ist es, auch bei einem Schorfdurchbruch einer vf-resistenten Apfelsorte eine Behandlungsstrategie zu erarbeiten, die es weiterhin ermöglicht, das Einsparpotential von Kupfer bei der Schorfbekämpfung von resistenten Apfelsorten zu realisieren.

 

Projektpartner

Das Projekt wird von Jürgen Zimmer am DLR Rheinpfalz -Kompetenzzentrum Gartenbau- koordiniert. Projekt- und Kooperationspartner sind neben dem KOB der Öko-Obstbau-Norddeutschland (ÖON), Bio-ferm Research GmbH und das Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

 

Dieses Projekt wird gefördert durch

das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Projekt Nr. 2809OE043

Laufzeit: 1/2014 bis 12/2015

>>> zum Zwischenbericht 2012

>>> zum Zwischenbericht 2013

>>> zum Zwischenbericht 2014

>>> zum Zwischenbericht 2015

>>> zum Endbericht 2016


Kontakt

Sascha Buchleither

Fachbereich Ökologischer Obstbau

Tel.: 0751 79 03 316

Email: buchleither@kob-bavendorf.de