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Anbauversuche mit der Sorte "Natyra"

Hintergrund

Die niederländische Kreuzung wurde in den vergangenen Jahren auf vielen Ökoobstbaubetrieben deutschlandweit aufgepflanzt. Im Februar 2016 wurde die Marke „Natyra“ auf der Biofachmesse vorgestellt. Der Markenname „Natyra“ darf ausschließlich für nachweislich biologisch produzierte Früchte verwendet werden. Mit einer guten Lagerfähigkeit, einem als sehr gut bewerteten Geschmack sowie einer bislang auffallend stabilen Schorfresistenz weißt Natyra viele positive Eigenschaften auf. Im Anbau präsentiert sich Natyra jedoch vermehrt mit einem schwachen Wachstum und einer Neigung zur Alternanz. Auf dem Modell- und Versuchsbetrieb für ökologischen Obstbau werden seit 2014 Anbauversuche an der Sorte durchgeführt. 

 

Anbauformen

Die Sorte Natyra wird dafür auf unterschiedlichen Unterlagen auf einer Fläche von insgesamt 1,8 Hektar angebaut. Im Jahr 2013 wurde eine Anlage mit Natyra auf den Unterlagen M9 und M26 erstellt. Um die Eignung in einer extensiven Anbauform zu untersuchen, betreut der Fachbereich Ökologischer Obstbau seit 2015 auch eine Fläche mit Natyra auf M25. 2016 wurde ein Unterlagenversuch mit Natyra auf M9 und auf der feuerbrandtoleranten Unterlage G11 aufgepflanzt.

 

Düngung

Naytra scheint über einen frühen Triebabschluss mit häufig unzureichendem Triebzuwachs zu verfügen. In einzelnen Jahren viel Natyra zudem durch eine unzureichende Blattqualität auf. Ziel eines Düngungsversuchs ist es, die bestmögliche Versorgung und damit bestmögliches Wachstum der Bäume zu gewährleisten. Um diese zu ermitteln werden 6 verschiedene Varianten mit unterschiedlicher Versorgung an Stickstoff (N) und Mikronährstoffen gefahren. Aufgenommen und ausgewertet werden Wachstumsparameter wie Stammumfang, Kronenvolumen und Trieblängen, sowie allgemeine Faktoren Blühintensität, Behang und Erntemenge.

 

Ausdünnung

Seit 2014 werden an der Sorte Natyra Ausdünnungsversuche durchgeführt. Der Einfluss unterschiedlicher Maßnahmen auf Blühintensität und Behang in den Folgejahren, die resultierende Fruchtgröße sowie auf das Wachstum werden untersucht.

 

Kontakt

Meike Hechinger

Fachbereich Ökologischer Obstbau

Tel.: 0751 79 03 302

Email: meike.hechinger@kob-bavendorf.de