Über Uns Aktuelles Arbeitsbereiche Projekte Service

Monilia-Fruchtfäule

Weit verbreitet, schwere Schäden und Ausfälle sind möglich; betroffen sind vor allem Sorten, die zur Bildung von Fruchtrissen neigen

Erreger: Monilia fructigena

Infektionsquellen: Fruchtmumien am Boden oder am Baum, faulende Früchte im Lager

Infektion: Konidienbildung ab Ende Mai auf den Fruchtmumien, diese infizieren die Äpfel über Verletzungen (feine Schalenrisse, Schorfrisse, Stich- und Fraßstellen, Hagel,...) => Wundparasit
Pilz kann direkt von einer kranken auf eine benachbarte gesunde Frucht übergehen => Ansteckungsgefahr am Baum und im Lager

Symptome: es gibt zwei Erscheinungsformen:

1. Monilia Braunfäule am Baum:
braune Fäulnis mit konzentrischen weißen Kreisen aus Sporenpolstern um die Eintrittsstelle, braunes Fruchtfleisch; oft schon bei unreifen Äpfeln; bleiben häufig als Fruchtmumien am Baum hängen

2. Monilia Schwarzfäule im Lager:
tritt schon bald nach der Einlagerung auf: glänzend braun bis kohlschwarze Früchte mit braunem Fruchtfleisch, lederartig, zäh, sehr trocken; die weiß-grauen Sporenlager erscheinen erst sehr spät oder überhaupt nicht; befallene, nebeneinanderliegende Früchte kleben häufig zusammen; Zellwände werden nur teilweise abgebaut, Früchte bleiben auch nach dem Befall fest
Dunkelheit, niedrige Temperaturen und geringe Luftfeuchte, also die typischen Lagerbedingungen, fördern die Schwarzfäule

Anfällige Sorten: Cox-Orange, Elstar, Gloster, Golden Delicious

Gegenmaßnahmen: Faulende Früchte und Fruchtmumien konsequent entfernen und vernichten; Entstehung von Fruchtverletzungen vermeiden; Lagerspritzungen